Demenzdolmetscherin                        Marina Meisterhofer:                            "Verhalten bei Demenz bedeutet Mitteilung!" 

Aufmerksam sein. Die Umgebung neugierig inspizieren und beobachten. Nicht immer muss Sprache im Spiel sein. Auch an etwas interressiert sein, ist eine anzunehmende Betätigung bei einer demenziellen Veränderung.

Albern sein. Sich über Kleinigkeiten belustigen. Einerseits Symptom, andererseits im Augenblick lebend und den momentanen Humor leben.

Apraxien, sogenannte Werkzeug-Störungen, führen dazu, dass man Gegenstände nicht nach ihrer ursprünglichen Form einsetzt. In einem Beratungsgespräch können unterschiedliche Ursachen und Auswirkungen individuell besprochen werden.Albern sein. Sich über Kleinigkeiten belustigen. Einerseits Symptom, andererseits im Augenblick lebend und den momentanen Humor leben. 

Aggression. Laut Duden ist Aggression ein auf Angriff ausgerichtetes Verhalten des Menschen. Bei Menschen mit Demenz ist das Verhalten, welches wir oft als aggressiv bezeichnen, meist nicht auf Angriff ausgerichtet. Das Verhalten dabei bedeutet oftmals nicht verstandene Abwehr oder Abneigung, auch Angst und Unwohlsein. Per se sind Menschen mit demenziellen Veränderungen nicht aggressiv. Man muss sich die Situation(en) sehr genau ansehen und differenzieren.

Alpträume, nicht zu verwechseln, aber schwer zu unterscheiden zu Halluzinationen. Wenn Menschen von Stimmen oder Personen sprechen, sollte man der betroffenen Person ernsthaften Glauben schenken und hinhören. Wann erscheinen diese Personen/Stimmen? Sind es immer dies selben Situationen/Episoden? Auch auf medikamentöse Neben- und Wechselwirkungen sollte man vorbereitet sein. Eine Art Tagebuch zu führen. Alle Angaben genau zu dokumentieren erscheint hier ein gute Grundlage zur Lösung.

Anzeichen der Ablehnung. Als erste Symptome, nicht wahrhaben zu wollen, was nicht mehr funktioniert. Oft mit dem Verlauf überfordert zu sein und keine Unterstützung annehmen zu können. All dies können bei demenziellen Veränderungen Anzeichen sein.

B 

Beobachten,  schauen,  betrachten. Zeichen von Neugierde, nicht immer Langeweile. Eine anregende Umgebung kann das Betrachten positiv anregen und animieren.


Beschäftigung. Sinnvolle Beschäftigung und Betätigung kann bei Männern und Frauen unterschiedlich sein. Sehr alte Fundstücke vom Dachboden oder stimulierende Motorikdecken können für Oma/Mama/Gattin eine positive Aktivierung sein. 

Baden - Kontrovers zwischen Wellnessurlaub und der Angst zu ertrinken / dieses Modul ist derzeit in Arbeit

Basteln kann unterfordernd wirken, zu Boden schmeißen wahrnehmen. 

Chaotisch leben, auch: horten, auch: "Messie-Syndrom". Eigentlich ist dies im Zusammenhang einer demenziellen Erkrankung eine Auswirkung von einem desorientierten Leben. Man kann den eigenen Haushalt nicht mehr organisieren. Man vergisst Ordnung zu halten und wo alles hingehört. Unordnung war nie eine Eigenschaft der betroffenen Person. Dann sehen Sie es als Desorganisation auf Grund der Erkrankung. Es liegen viel mehr Dinge herum - vermutlich findet man nicht immer den vorgesehenen Ort. Oder - auch eine mögliche neue Selbstorganisation: man lässt alles offen herumliegen und findet daher die Gegenstände, die man braucht.


Diskussionen, Streitgespräche und unangenehme Situationen können im Zusammenleben mit Menschen mit Demenz vielschichtig vorkommen. Einfühlsame, wertschätzende Kommunikation und die besondere Art der Validation können schlichtend und wirksam wirken. Nähere Informationen während eines Beratungsgespräches. 
 
Drohen - ob verbal oder mechanisch. Wann drohen wir? Wie drohen wir? Als Kommunikation und Abwehrreaktion erkennen und so behandeln. Nicht entgegenwirken, beruhigende andere Worte. Eventuell das Thema lassen und später erneut versuchen.


Depression als Krankheitssymptom, bzw. bei Erhalt der Diagnose und im weiteren Krankheitsverlauf / dieses Modul ist derzeit in Arbeit



 


 


 

 
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